„Von allem was dabei“ – Knaben A beim Platzierungsspieltag mit ausgeglichener Bilanz

(rn) Bis nach Villingen-Schwenningen mussten die älteren hsb-Jungs am vergangenen Sonntag reisen, um die Platzierungen im Mittelfeld der Verbandsliga auszuspielen. Nach einem Unentschieden und einer Niederlage in der Gruppenphase gelang ihnen zum Saisonabschluss im Endspiel um Platz 11 nochmals ein Sieg.

Mit dem VfR Merzhausen trafen sie im ersten Match auf einen bis dahin vollkommen unbekannten Gegner. Nach ausgeglichenem Beginn mit leichter Feldüberlegenheit für den hsb hatten die Merzhauser in Min. 6 die erste richtig gute Torchance in Form einer Strafecke, die aber nicht nur sehr gut ausgeführt, sondern auch von den hsblern ebenso vorbildlich verteidigt wurde. Direkt im Anschluss vergab der VfR die nächste gute Gelegenheit, dafür waren aber die Heidenheimer in Min. 8 erfolgreich: Magnus besorgte mit einem sehr sehenswerten Treffer die 1:0-Führung für den hsb. Zwei Zeigerumdrehungen später schloss Valentin, nach Vorlage von Magnus, einen Heidenheimer Konter erfolgreich ab und es hieß gar 2:0. Die Badener drängten jetzt auf den Anschlusstreffer, der ihnen Sekunden vor der Pause nach einem Warnschuss an den Pfosten schließlich gelang. Besonders dumm war dabei, dass der Ball auf für den hsb unglückliche Art und Weise, nämlich abgefälscht von einem Verteidiger, den Weg ins Netz fand. In der zweiten Halbzeit hatten beide Teams weitere Tormöglichkeiten, sehr schön anzusehen auf Seiten des hsb war ein Alleingang von Balthasar, dessen Pass vors Tor die Stürmer aber leider nicht verwerten konnten. Fünf Min. vor Schluss drehte Merzhausen dann nochmals auf: Zunächst konnten in Min. 18 hsb-Torwart Philip und Balthasar noch in letzter Sekunde klären, doch die folgende Kurze Ecke ließen die Merzhauser nicht ungenutzt und kamen so (ärgerlicherweise wieder durch einen vom Verteidiger abgefälschten Ball) zum insgesamt verdienten Ausgleich. Die Tatsache, eine frühe 2:0-Führung nicht zu einem Sieg genutzt zu haben, machte den hsb-Jungs nach Spielende und auch in der Folgepartie spürbar zu schaffen. 

In der zweiten Partie traf Heidenheim dann auf die FT 1844 Freiburg, welche sehr aggressiv und offensiv begann und sich von Beginn an ein Übergewicht erspielte. Heidenheim wirkte sichtlich nervös, dennoch war die erste richtige Torchance des Spiels auf Seite der hsb-Buben in Min. 3 zu verbuchen, leider ohne dass sie Kapital daraus schlagen konnten. Nach zwei abgewehrten Strafecken für Freiburg in Min. 5 und 7 hatten die Heidenheimer erneut die Führung auf dem Schläger, doch auch dieses Mal bekamen sie den Ball nicht im Gehäuse unter. Ab jetzt nahm die Konzentration bei den hsb-Jungs nochmals ab und ihr Spiel wurde immer hektisch und unüberlegter, eine Spielanlage war nicht mehr zu erkennen. So kam natürlich der Gegner fast mühelos zu seinen Chancen und traf mit der nächsten Strafecke in Min. 10 zur 1:0-Führung. Die zweite Hälfte verlief zunächst ausgeglichener und mit weniger Torszenen, der hsb fand aber leider nicht mehr zu seinem Spiel zurück. Freiburg dagegen blieb bei der Sache, setzte in Min. 18 einen Ball nur Zentimeter neben das hsb-Tor und läutete damit die Schlussoffensive ein: Philip im hsb-Tor musste einige Male in brenzligen Situationen klären, war aber machtlos, als die Badener in den letzten Spielminuten noch zwei Strafecke ausführten und diese zum 3:0 umsetzten. Auch wenn die FT technisch und spielerisch besser aufgestellt war, hätten die hsb-Knaben mit einer konzentrierten Leistung ein Remis erreichen oder das Spiel sogar gewinnen können – denn die Freiburger Defensive machte nicht den sichersten Eindruck und wäre mit einer disziplinierten und konsequenten Spielweise sicher zu knacken gewesen. Chancen hatten die hsb-Jungs allemal, auch aber nicht nur in Form von einigen Strafecken.

Somit stand fest, dass es am Ende des Spieltags um Platz 11 gegen den HC Ludwigsburg 3 gehen würde. Den Frust über die vorige Niederlage schüttelten die hsb-Jungs schnell ab und starteten wieder konzentriert, setzten die taktischen Vorgaben von Trainerin Emily jetzt minutiös um. Als ein Spieler der Ludwigsburger, die ohne Auswechselspieler angetreten waren, in Min. 3 verletzt vom Platz musste, zeigte die Mannschaft wahren Sportsgeist und nahm freiwillig auch einen Spieler herunter, bis der Verletzte wieder einsatzfähig war! In Min. 9 jubelten die hsb-Knaben zum ersten Mal, aber der vermeintliche Führungstreffer wurde von den Schiedsrichtern (zurecht) nicht gegeben, weil der zuvor am Torwart abgeprallte Ball vom hsb-Offensiven hoch angenommen worden war. Kurz vor der Pausensirene war der Winkel für Stürmer Noah etwas zu spitz, so dass er mit seinem Schuss nur das Außennetz traf. In Min. 15 durften die hsbler dann wirklich jubeln, denn Magnus war bei einer Strafecke erfolgreich und es stand 1:0. Heidenheim drängte auf weitere Treffer, Ludwigsburg war immer wieder mit schnellen Kontern gefährlich. Zwei weitere Kurze Ecken ab Min. 17 ließ der hsb zwar noch ungenutzt, aber kurz vor Spielende fasste sich Balthasar nochmal ein Herz, führte den Ball über das ganze Spielfeld, und zog ihn aufs Tor – den zunächst abgewehrten Ball versenkte er dann gemeinsam mit Noah zum 2:0-Endstand, einem versöhnlichen Ergebnis an diesem Platzierungsspieltag.

Mit Verbandsligaplatz 11 (von 17) können die hsb-Buben einigermaßen zufrieden sein, waren sie doch oft personell an den Spieltagen sehr knapp besetzt und damit konditionell gegenüber den anderen Teams etwas benachteiligt. Allerdings machte es sich die Mannschaft auch immer wieder selber dadurch schwer, dass sie mental nicht auf dem Spielfeld war und die taktischen Vorgaben der Trainerin desöfteren über den Haufen warf, wodurch sie das eine oder andere Spiel, in dem ein Sieg drin gewesen wäre, quasi herschenkt. Mit einer durchgehend konzentrierten Einstellung wäre insgesamt ein besseres Ergebnis für das Team herausgesprungen, denn spielerisch konnten sie mit vielen Gegnern in der Liga mithalten. In der kommenden Feldsaison müssen Jan und Magnus zwar altersbedingt aussetzen, dafür rücken vor allem offensivstarke Spieler aus dem Knaben B-Kader nach, weshalb man bei den hsb-Knaben gespannt und optimistisch nach vorne sehen darf!

Für den hsb waren zum Saisonabschluss in Villingen-Schwenningen: Trainerin: Emily Knäpper; Spieler: Magnus Becker, Valentin Brauchle, Jan Cheboksarov (auch Schiri), Philip Gnaier, Flemming Hansen, Hannes Ittner, Noah Khalil, Balthasar Nieß.