Die Regeländerungen ab 1.4.2010 sind durch den DHB bekannt gegeben worden.
Besonders interessant der SELFPASS wird verbindlich zum Beginn der jeweiligen Saison in allen Spielklassen eingeführt.
Regeländerungen Feldhockey zum 1. April 2010
Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 hat der Welt-Hockeyverband (FIH) die Auslegung bezüglich der Ausführung von Freischlägen nach Paragraph 13.2 h geändert. Es ist nun erlaubt den Ball bei einem Freischlag im Angriffsviertel, unter den Ausführungsbestimmungen für Freischläge nach Paragraph 13.2 und unter Berücksichtigung der Regelungen für gefährliches Spiel, über den Schusskreis zu schlenzen, so dass dieser außerhalb des Kreises wieder landet. Um den “Grundsatz des Einheitlichen Spielens einer Saison” zu gewährleisten, werden prinzipiell keine Regeländerungen während einer laufenden Saison vorgenommen. Da es sich hierbei allerdings nur um die Änderung einer Regelauslegung und nicht um eine Regeländerung handelt, wird die Vorgabe der FIH mit Wirkung zum 1. April 2010 im Geltungsbereich des DHB übernommen.
Bereits zu Beginn der letzten Hallensaison, wurde die Richtlinie für persönliche Strafen III.1.b geändert und die Kategorisierung von Foulspielen für die Vergabe einer Grünen Karte aufgehoben. Diese Modifikation wird ebenfalls mit sofortiger Wirkung in den Regeln für Feldhockey integriert.
Zum 1. August 2009 wurden in allen Bundesligen des DHB die Freischlagbestimmungen der Paragraphen 13.1 und 13.2 durch verbindliche Versuchsregeln ersetzt, die den “Selfpass” regeln. Die momentan gültigen Regelungen werden zum 1. April 2010 in allen Spielklassen der Jugend und zum 1. August 2010 in allen Spielklassen der Landesverbände übernommen.
Der Leit(d)faden für Schiri´s und Spieler:
Selfpass (ausführender Spieler spielt den Ball selbst weiter) kann angewendet werden bei
- Abschlag
- Freischlag
- Mittelanstoß
- Einschlag
- Eckschlag
Der Ball muss sich nicht 1 m fortbewegt haben, bevor er vom Ausführenden selbst ein zweites Mal gespielt werden darf. Beim Freischlag muss auf folgende Punkte geachtet werden:
- Ausführung am Ort des Regelverstoßes. Verschafft sich eine Mannschaft durch die Ausführung an einem nicht regelkonformen Ort einen deutlichen Vorteil, muss das Spiel unterbrochen werden. Eine einmalige Ermahnung und Wiederholung des Self-Passes sollte in der Anfangsphase die richtige Maßnahme sein. Danach ist das Vergehen mit einem Freischlag gegen die ausführende Mannschaft zu ahnden. Befindet sich der Ort des Vergehens im Angriffsviertel in der Nähe der Viertellinie und die Mannschaft will den Freischlag außerhalb des Viertels ausführen, muss auf das Ausführen des Freischlags im Angriffsviertel bestanden werden.
- Ball muss ruhen. Die Intention des Ausführenden, den Ball vor Ausführung des Self-Passes anzuhalten, muss deutlich erkennbar sein. Ahndung wie beim vorherigen Punkt .
- Gegenspieler müssen Abstand von 5 m einhalten, innerhalb des Viertelraumes gilt der Abstand von 5 m für alle. Hält ein Gegenspieler im Moment der Ausführung des Freischlags den Abstand nicht ein, darf er weder die Ausführung beeinflussen noch den Ball spielen oder versuchen zu spielen. Unter Beeinflussung ist hier auch ein direktes nahes Begleiten oder Verfolgen des Ballführenden zu verstehen, selbst wenn der begleitende Spieler erst nach 5 m aktiv eingreift. Diese Auslegung gilt analog auch für Spieler der eigenen Mannschaft, die sich noch nicht aus dem 5-m-Bereich entfernen konnten. Vergehen müssen beim ersten Mal mit einer Ermahnung, danach mit persönlichen Strafen geahndet werden. Läuft der ausführende Spieler des Self- Passes absichtlich und direkt in einen gegnerischen Spieler hinein und gibt diesem nicht die Möglichkeit, den erforderlichen Abstand einzuhalten, ist die Situation mit einem Freischlag für den verteidigenden Spieler zu ahnden.
- Ein Freischlag 5 m oder näher zum Schusskreis muss 5 m vom Schusskreis entfernt (gestrichelte Linie) ausgeführt werden.
- Bei Ausführung eines Freischlags im gegnerischen Viertelfeld darf der Ball erst in den Schusskreis gespielt werden, wenn der Ball 5 m in jede beliebige Richtung gespielt oder von einem anderen Spieler beider Mannschaften berührt wurde. Als in den Schusskreis gespielt gilt auch ein hoch über den Schusskreis geschlenzter Ball.
Nachfolgend noch ein Video in englischer Sprache

Frage
Wann darf der verteidigende Spieler( 5m abstand eingehalten) den
Self pass spielenden angreifen?
direkt oder erst nachdem Ausführende 5m
den Ball geführt hat?
Er darf sofort angreifen. Nur wenn er innerhalb der 5 Meter Abstandsregel war, nicht.
Grüße